Leben im Sportpark Luftschiffhafen

Das Haus

Hier finden Sie die wichtigsten Informationen rund um das Leben im Haus der Athleten.
Weitere Informationen finden Sie auf den Seiten der Sportschule Potsdam>HIER< und auf den Seiten des Olympiastützpunktes Brandenburg>HIER<

Das Haus der Athleten

Das Haus der Athleten besteht aus dem Haupthaus mit 5 Etagen und dem Hochhaus mit 14 Etagen. Beide Gebäude sind miteinander verbunden und bilden somit ein schönes Ensemble am Ufer der Havel. Im Verbindungstrakt befindet sich die zentrale Rezeption. Ein Veranstaltungsraum mit 50 Plätzen und eine Gemeinschaftsküche ermöglichen es sich auch im größeren Rahmen zu treffen.
Im Haupthaus mit Atrium als architektonisches Highlight wohnen die Schüler der Sekundarstufe II und körperlich benachteiligte Schüler, denen besonders ausgestatte Zimmer zur Verfügung stehen. In der 5. Etage sind Gäste des Hauses, die an Trainingslagern oder zentralen Lehrgängen der Spitzenverbände teilnehmen, untergebracht. Die Sportler*Innen leben in Wohneinheiten zusammen. Diese bestehen aus je 3 Doppelzimmern, einem Sanitärbereich und einem gemeinsamen Aufenthaltsraum.
Insgesamt hat das Haupthaus eine Kapazität für 120 Schüler*Innen und 30 Gäste.
Im Hochhaus sind hauptsächlich die Schüler*Innen der Sekundarstufe I untergebracht. Ab der 2. Etage sind je fünf Wohneinheiten mit je 2 bzw. 3 Zweibettzimmern mit Sanitärbereich und Aufenthaltsraum vorhanden. Auf jeder Etage gibt es eine Gemeinschaftseinheit mit einer Küchenzeile, einem Hausaufgabenraum und einem Aufenthaltsraum. Das Hochhaus hat eine Kapazität für 330 Sportler*Innen

Konzeption

Leitbild

Toleranz und Weltoffenheit

Wir heißen jeden Bewohner ungeachtet seiner ethnischen, religiösen und sozialen Herkunft willkommen. Wir achten einander und gehen respektvoll, tolerant und in jeglicher Form gewaltfrei miteinander um.

Fair geht vor

Unser Anspruch ist es, Leistungssport und Schule auf höchstem Niveau miteinander zu verbinden. Wir sind stolz auf unsere Erfolge und die der Anderen. Bei Misserfolgen stärken wir uns gegenseitig.

Entfaltung der Persönlichkeit

Wir schaffen einen Raum, in dem ein eigenverantwortliches Denken und Handeln gelebt werden kann. Wo jeder die Chance erhält, sich selbstbestimmt in der Gesellschaft zu entwickeln.


Vorwort

Das Schule - Leistungssport – Verbundsystem umfasst den Olympiastützpunkt (OSP) Brandenburg, die Sportschulen, Internate, Mensen, Trainingsstätten sowie medizinische und prophylaktische (sportmedizinische) Einrichtungen an den drei Standorten Cottbus, Frankfurt/Oder und Potsdam. Dieser Verbund verschiedener Einrichtungen ermöglicht es den sportlichen Talenten, die im Rahmen einer optimalen Talentförderung definierten Anforderungen aus schulischer/ beruflicher Ausbildung, Training, Wohnen und wissenschaftlicher sowie infrastruktureller Trainingsbegleitung optimal aufeinander abzustimmen. Mit dem Begriff Verbundsystem wird deutlich, dass es sich nicht um ein Nebeneinander verschiedener Funktions- und Zuständigkeitsbereiche, sondern um ein Netzwerk miteinander verbundener Bereiche mit entsprechenden Synergieeffekten handelt. Potsdam als einer der drei Standorte kann den Sportlerinnen und Sportlern, die sich für diesen Standort entschieden haben und nicht in Potsdam selbst ansässig sind, einen Wohnheimplatz im aus der Athleten anbieten. Das Haus der Athleten ist eine wichtige Komponente im Verbundsystem. In ihm wird die ganzheitliche und altersgerechte Entwicklung der Kinder und Jugendlichen mit spezifischer Berücksichtigung des Leistungssports ermöglicht, es ist somit ein entscheidendes Element der Leistungssportförderung. Es versteht sich als Angebot an das sportliche Talent und seine Familie, die optimale Verbindung zwischen schulischer Ausbildung und sportlichem Training zu sichern.

Ausgangssituation

Mit dem Bau der Kinder- und Jugendsportschule Potsdam entstand 1977 das Wohnheim, das Haus der Athleten, mit angrenzender Mensa. Eine grundlegende Sanierung des Hauses im Jahr 2004, die Neueröffnung der Mensa im Jahr 2011, der Bau weiterer Sportanlagen, wie der MBS-Arena sowie des im August 2014 fertiggestellten Wohnheimersatzneubaus, der an das bestehende Hochhaus angegliedert wurde, belegen die Bedeutung des Standortes Potsdam. Das Haus der Athleten ist ein Teil der Luftschiffhafen Potsdam GmbH. Die Luftschiffhafen Potsdam GmbH ist eine Tochtergesellschaft der ProPotsdam GmbH. Diese ist zuständig für die Bewirtschaftung und Entwicklung der sportlichen Infrastruktureinrichtungen auf dem Gelände des Sportparks Luftschiffhafen Potsdam. Das exklusive Gelände zwischen Zeppelinstraße und Havel wird in den kommenden Jahren zu einem der attraktivsten Sportparks in ganz Deutschland entwickelt werden. Schlüsselinvestition war dabei die neue Mehrzwecksporthalle, die im Herbst 2011 fertiggestellt wurde. Der Schul-, Leistungs- und nicht zuletzt der Breitensport haben seitdem optimale Bedingungen. Mit der Gründung der Luftschiffhafen Potsdam GmbH im Jahr 2008 war es erstmals möglich, entsprechend der Vorgaben der Stadt und den Bedürfnissen des Spitzensports, das Gesamtareal ganzheitlich, störungsfrei und systematisch entwickeln zu können. Die umfassende technische und wirtschaftliche Betreuung und Betreibung aller Gebäude und Anlagen einschließlich Schule, Wohnheim, Mensa, MBS-Arena werden seitdem durch ein gemeinsames Facility-Management sichergestellt. Die Luftschiffhafen-Potsdam GmbH versteht sich als Service – Dienstleister für alle Nutzer des Sportparks Luftschiffhafen Potsdam. Mit Wirkung vom 1. August 2011 fungiert sie zudem als Trägerin des Wohnheims. Die entsprechende Betriebserlaubnis wurde ihr vom Landesjugendamt erteilt. Das Haus der Athleten befindet sich im westlichen Teil der Landeshauptstadt Potsdam. Kurze Wege zwischen den Trainings-, Lern- und Wohnstätten auf dem Areal erleichtern den Lebensalltag der Sportlerinnen und Sportler. Das Stadtgebiet Potsdam West verfügt über eine gute Infrastruktur mit sehr guter Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr. Viele in der Nähe gelegene Einkaufsmöglichkeiten, wie etwa die Brandenburger Straße im historischen Stadtzentrum oder die Einkaufspassagen im Hauptbahnhof sind in wenigen Minuten zu erreichen. Das Schloss Sanssouci, das Brandenburger Tor oder das Holländische Viertel, um nur einige der zahlreichen Sehenswürdigkeiten Potsdams zu nennen, sind ebenfalls schnell zu erreichen.

Struktur und Rahmenbedingungen

Das Haus der Athleten besteht seit August 2014 aus dem Bestandshaus mit 14 Etagen und dem neu errichteten Wohnheimersatzneubau mit 5 Etagen. Beide Gebäude sind miteinander verbunden und bilden somit ein schönes Ensemble am Ufer der Havel. Im Verbindungstrakt befindet sich die zentrale Rezeption. Von 22.00 Uhr - 6.00 Uhr wird der Rezeptionsbereich zusätzlich von einer Sicherheitsfirma unterstützt. Ein Veranstaltungsraum mit 50 Plätzen ermöglicht es jetzt, sich im größeren Rahmen zu treffen. Eine neue Küche mit 2 Küchenzeilen und 10 Plätzen steht uns ebenfalls zur Verfügung. Im Bestandshaus sind hauptsächlich die Schüler der Sekundarstufe I untergebracht. In der ersten Etage dieses Hauses befinden sich ein Besprechungsraum, eine Kreativwerkstatt und ein zusätzlicher Raum zum Trocknen der Wäsche. Auch die Lerntherapie findet hier ihren neuen Platz. Des Weiteren wird es eine Einheit für erkrankte Schüler geben, die nicht nach Hause reisen können. In den verbleibenden Einheiten werden einige Schüler der Sekundarstufe II ihr vorübergehendes Zuhause finden. Ab der 2. Etage sind je sechs Wohneinheiten mit je 2 bzw. 3 Zweibettzimmern mit Bad und separaten Toiletten vorhanden. Im Bereich des Flures jeder Wohneinheit gibt es einen offenen Raum zur individuellen Nutzungsgestaltung. Die Zimmer sind mit je zwei Betten, Schränken, Schreibtischen und Stühlen ausgestattet. Mit Einverständnis der zuständigen Erzieher können die Zimmer persönlicher gestaltet werden. Zukünftig wird in jeder Etage eine Einheit mit zwei Zimmern zu einem Freizeitbereich umgestaltet, welcher auch eine kleine Küchenzeile erhält. Hier können dann die Bewohner Hausaufgaben anfertigen, sich austauschen, Spiele spielen oder fernsehen. Weiterhin gibt es ein Erzieherzimmer mit Büroeinrichtung zur Erledigung der anstehenden Aufgaben und Dokumentationen. Dieses kann auch für individuelle Gespräche mit Schülern, Eltern und Trainern genutzt werden. Zusätzlich steht den Bewohnern auf jeder einzelnen Etage ein Kühlschrank mit abschließbaren Fächern zur Verfügung. Das Bestandshaus hat eine Kapazität für 330 Sportler. Im Wohnheimersatzneubau mit Atrium als architektonisches Highlight wohnen die Schüler der Sekundarstufe II. Ebenfalls wohnen hier körperlich benachteiligte Schüler, denen besonders ausgestatte Zimmer zur Verfügung stehen. In der 5. Etage sind Gäste des Hauses, die an Trainingslagern oder zentralen Lehrgängen der Spitzenverbände teilnehmen, untergebracht. Die Sportler leben auch hier in Wohneinheiten zusammen. Diese bestehen aus je 3 Zimmern, einer Sanitärzelle mit Duschen und einem gemeinsamen Aufenthaltsraum, der mit Kühlschrank, Fernseher, einer Sitzecke und einer Diele ausgestattet ist. Die Zimmer verfügen über je 2 Betten, 2 Schränke, 2 Schreibtische, 2 Stühle und 2 Wandregale. Einige Ein-und Zweibettzimmer auf der 5. Etage stehen den Kadersportlern zur Verfügung. Die weiteren Zimmer sind für Bundeskader aus anderen Stützpunkten, die in Potsdam an Trainingsmaßnahmen teilnehmen sowie Gästen des Hauses bestimmt. Auf vier Etagen gibt es ein Erzieherzimmer und einen zusätzlichen Aufenthaltsraum mit einem Tischkicker, einer Tischtennisplatte und einem Billardspiel. Insgesamt hat der Wohnheimersatzneubau eine Kapazität für 120 Schüler und 30 Gäste. Eine Tischtennisplatte und der Streetballplatz im Freien stehen ganzjährig zur Verfügung. Für Freizeitprojekte, z.B. die Fahrradwerkstatt, können auch Räume der Schule genutzt werden. Die sportlergerechte Essenverpflegung erfolgt in der ca. 100 m vom Wohnheim entfernten Mensa. Dort stehen täglich mehrere verschiedene Menüs zur Auswahl, zusätzlich wird ein reichhaltiges Salatbuffet angeboten. Die Sportler können bereits an den Wochenenden von zu Hause aus im Internet ihre Menüzusammenstellung für die kommende Woche planen und die für sich gewünschten Mahlzeiten buchen. Es wurde eine Essenkommission gebildet, die gemeinsam mit dem Betreiber der Mensa daran arbeitet, das Verpflegungsangebot zu optimieren.

Zielgruppe

Nach erfolgter sportlicher und medizinischer sowie schulischer Eignungsfeststellung können Schüler die Spezialschule Sport „Friedrich Ludwig Jahn“ besuchen. Die Erzieher des Wohnheimes prüfen die sozialen Kompetenzen und Eignung für das Leben im Wohnheim. Wenn sich deren Wohnsitz nicht in der Stadt Potsdam befindet, kann die Stadt gemäß § 99 Abs. 2 Satz 3 BbgSchulG einen Wohnheimplatz zur Verfügung stellen. Das Wohnheim beherbergt Schüler der SEK I und SEK II (ab ca.12 Jahre bis ca. 20 Jahre). Rechte und Pflichten sowie das Zusammenleben der Schüler werden durch Mietvertrag und Hausordnung geregelt. Folgende Sportarten sind derzeit am Standort Sportpark Luftschiffhafen angesiedelt:

  • Handball (Jungen)
  • Volleyball (Mädchen)
  • Fussball (Mädchen)
  • Triathlon (ab Klasse 8/9)
  • Rudern
  • Schwimmen
  • Kanu
  • Judo
  • Moderner Fünfkampf
  • Leichtathletik
  • Bob
  • paralympisches Schwimmen
  • Wasserball.

Pädagogische Zielsetzung

Hauptzielsetzung ist es, Schule, Lernen und Wohnen sinnvoll miteinander zu verknüpfen. Dazu wird der vom Landesjugendamt vorgesehene Erzieherschlüssel umgesetzt. In der Einrichtung arbeiten derzeit 42 Erzieher im Wechselschichtsystem. Die Dienstplanung sieht vor, dass jedem Sportler im Nachmittagsbereich immer ein Ansprechpartner auf seiner Etage zur Verfügung steht. So kann besser und individuell auf die Belange der leistungssportlichen Anforderungen und der Erziehung der Sportschüler eingegangen werden. Außerdem wurde es dadurch möglich, im Abendbereich ein attraktives Freizeitangebot zu schaffen. In jedem Schuljahr werden Erzieher bei der Erstaufnahme der Schüler mit einbezogen. Sie klären in einem Erstgespräch, ob die zukünftigen Bewohner ausreichend in der Lage sind, in einem Wohnheim zu leben und haben ab November vor der Aufnahme schon einen Erstkontakt zu Sportlern und Eltern. So können sich die Beteiligten im Vorfeld kennenlernen, Fragen und Wünsche äußern, damit die Aufnahme und der Aufenthalt im Wohnheim später einvernehmlich und erfolgreich verlaufen. Sie besprechen Anforderungen, Chancen und Möglichkeiten des Wohnheimlebens. Die Erzieher nehmen an der Kennenlernfahrt der 7. Klassen teil und helfen dadurch, die Eingewöhnung zu erleichtern und pädagogisch zu begleiten. Die pädagogischen Fachkräfte leisten Hilfestellung bei der Erledigung der Hausaufgaben, unterstützen die Athleten bei alltagspraktischen Aufgaben und stehen ihnen jederzeit als vertrauensvolle Ansprechpartner zur Verfügung. Bei Fragen, Sorgen und Nöten der Jugendlichen sind das individuelle Eingehen, das persönliche Gespräch, die Motivation, die Ruhe und Gelassenheit Grundlage des Handelns der Erzieher. Das Leben im Wohnheim soll die Erziehung der Schüler zu solidarischem Verhalten, zur Dialogfähigkeit und zur eigenständigen Lebensplanung fördern. Die Erzieher berücksichtigen dabei die alters- und entwicklungsbedingten Fähigkeiten der Kinder und Jugendlichen. Durch den Wohnheimersatzneubau ist nun die Voraussetzung wieder gegeben, SEK I und SEK II sowie die Kadersportler räumlich zu trennen, wodurch es den Erziehern ermöglicht wird, die spezifischen alters -und entwicklungsbedingten Fähigkeiten der Kinder und Jugendlichen bestmöglich zu berücksichtigen und zu fördern. Unterstützend dazu sollen die dann geschaffenen Möglichkeiten und deren angeleiteten Nutzung eines Entspannungsraumes, das Angebot einer Lerntherapie sowie einer Ernährungsberatung dienen. Die Erzieher geben Orientierung und Anregung, damit sich die Sportler zu eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeiten entwickeln können. Durch die Umstrukturierung wird den Bewohnern mit dem „Nebenberuf“ Leistungssport auf höchstem Niveau, also Kadersportlern, eine Individualbetreuung gewährleistet. So können sie sich in einer neu konzipierten Wohnumgebung im Wohnheimersatzneubau vollkommen auf Schule und sportliche Laufbahn konzentrieren. Ein Erzieher wird sie in der gesamten Organisation ihres besonderen Alltags begleiten, beraten und betreuen. Er wird im regelmäßigen Austausch mit Trainern, Lehrern, Sporttherapeuten und Sportpsychologen stehen. Seit 2012 wird jeder Etage Betreuungsgeld zur Verfügung gestellt, so dass zusätzliche pädagogische Projekte durchgeführt werden können. Diese dienen dem besseren Kennenlernen und dem Zusammenhalt auf der Etage, die alters- und sportartendurchmischt ist. Seit dem Schuljahr 2014/2015 werden die Schüler auf den Etagen in die Klassenstufen 7/9 und 8/10 eingeteilt, es gibt eine Minimierung der Sportarten, um pädagogisch noch wertvoller arbeiten zu können. Durch die Zusammenlegung der Altersstufen werden Klassenverbände erhalten und somit eine optimalere, gemeinsame Unterstützung beim Lernen und das Bilden von Lernpatenschaften gefördert. Ob bei Minigolf, Kino, Bowling, gemeinsamen Koch- und Backprojekten oder bei der individuellen Nutzung des neuen Veranstaltungssaales haben die Kinder und Jugendlichen einen zusätzlichen Anreiz, miteinander zu kommunizieren und die knappe Freizeit sinnvoll miteinander zu verbringen. Es werden mit den Schülern Abende zu Themen aus allen gesellschaftlichen Bereichen gemeinsam gestaltet, die Inhalte ergeben sich aus Befragungen der Kinder und Jugendlichen zu ihren Interessen. Es gibt auch traditionelle Veranstaltungen in unserem Haus z.B. Frühjahrs-/Sommerfest, Halloween und Fasching oder auch unser jährlich stattfindendes Beachvolleyballturnier bei deren Vorbereitung und Durchführung die Bewohner mit einbezogen werden. Die Erzieher bringen die Bereitschaft mit, ihre Tätigkeit den besonderen Bedingungen des Nachwuchs-Leistungssportes anzupassen. Dazu planen sie ihre beratende, koordinierende und helfende erzieherische Tätigkeit verantwortungsvoll zusammen mit Eltern, Trainern und Lehrern. Eine hohe Qualität dieser Zusammenarbeit wird sichergestellt durch regelmäßige Teilnahme an:

  • allen Klassenkonferenzen,
  • Besprechungen im Dreierteam (Lehrer, Trainer, Erzieher),
  • Trainingseinheiten und Wettkämpfen der Sportler (begleitend),
  • Elternversammlungen,
  • verschiedenen gemeinschaftsfördernden Veranstaltungen der Schule (u. a. Einschulung, Zeugnisausgabe, Auszeichnungsveranstaltungen, Hoffest, Tag der offenen Tür).

Im Dreierteam werden mit gemeinschaftlichem Blick auf die Kinder und Jugendlichen Vereinbarungen zur individuellen Förderung getroffen. Zusätzlich dazu gibt es ein Gremium, bestehend aus Trainern und sportartenverantwortlichen Erziehern (mindestens 2 pro Sportart), welche das Anliegen haben, die Zusammenarbeit mit den Trainern zu intensivieren und zu spezifizieren. Ein regelmäßig stattfindender Informationsaustausch (mindestens 1x pro Schulhalbjahr) soll es ermöglichen, Probleme, Sorgen und natürlich auch positive Anliegen auszutauschen und schnellstmöglich gemeinsam umsetzbare Lösungen zu finden. Für die Trainer und Lehrer besteht die Möglichkeit, ihre Athleten im Wohnheim zu besuchen und sich ein Bild über die Wohnsituation und das Miteinander der Sportler im Alltag zu machen. Durch die Spezifizierung der altersgemäßen Zusammensetzung der Etagen haben Trainer und Lehrer entsprechend weniger Ansprechpartner im Wohnheim. Lehrer, Trainer und Erzieher haben neben den sportlichen und schulischen Erfolgen auch mögliche Niederlagen in allen Lebensbereichen aufzufangen. Da nicht jeder Sportler die Weltspitze erreichen kann, gilt es, das Selbstwertgefühl zu fördern und andere Möglichkeiten der persönlichen Entwicklung aufzuzeigen. Hier werden für Schüler ohne sportlichen Leistungsauftrag neue Perspektiven gemeinsam entwickelt und ausprobiert. Um den täglichen Anforderungen in der pädagogischen, erzieherischen und gesundheitsfördernden Arbeit besser gerecht zu werden und sich über neueste Kenntnisse in relevanten Themenbereichen zu informieren, nutzen die Erzieher die modernen Medien. Des Weiteren wird ständig eine inhaltliche Diskussion zu allen jugendspezifischen Themen der Heranwachsenden in verschiedenen Arbeitsgruppen geführt. Daraus entstehen veränderte Zielsetzungen für die weitere Arbeit im Wohnheim, die dann in die Überarbeitung der Konzepte und Handlungsanleitungen einfließen. Inhouseschulungen sowie regelmäßig stattfindende Fallbesprechungen im Team sollen allen Mitarbeitern eine ständige Aktualisierung ihres Fachwissens ermöglichen und Sicherheit in ihrer täglichen pädagogischen Tätigkeit geben. Ergänzend dazu steht den Mitarbeitern ein vielfältiges Aus- und Weiterbildungsprogramm zur Verfügung. Es werden alle Bereiche im Wohnheim einer inhaltlichen Überprüfung unterzogen, um die Arbeit effektiver zu gestalten und eine übersichtliche Dokumentation durchzuführen. Den Jugendlichen ist eine optimale Entfaltung ihrer Selbstständigkeit durch Förderung der Erzieher zu ermöglichen. Durch die Begleitung zu Wettkämpfen sowie Hospitationen in der Schule werden die Erzieher in die Lage versetzt, die Sportler in ihrer gesamten Persönlichkeit besser kennenzulernen und dementsprechend die notwendige pädagogische Arbeit auszurichten. Zu einer gezielten Arbeit gehört unbedingt eine enge Zusammenarbeit mit den Eltern, die die ersten und wichtigsten Bezugspersonen der Sportler sind. Dies geschieht durch „Kennenlerntage“ mit persönlichen Gesprächen sowie Telefonate und Elternabende. Die Kenntnis und Umsetzung des neuen Bundeskinderschutzgesetzes ist unerlässlich in der Arbeit der Erzieher. Hierzu sind alle Beteiligten weitergebildet und nutzen den präventiven Ansatz aus diesem Gesetz. Alle Mitarbeiter arbeiten in entsprechenden Problemlagen nach der Handlungsanweisung zur Sicherung des Kindeswohls. Durch eine verbesserte Dokumentation von Vorkommnissen ist es leichter möglich, Gefahren rechtzeitig zu erkennen und ihnen entgegenzuwirken. Die Kommunikation zwischen allen pädagogischen Fachkräften wird durch eine täglich stattfindende Dienstübergabe, in der wichtige aktuelle Informationen ausgetauscht werden, gewährleistet. Bei auftretenden Vorfällen im Zusammenleben im Wohnheim wird hier eine einheitliche Sichtweise erarbeitet, die dann von allen Beteiligten getragen wird. Gemeinsame Dienstberatungen (im Dreiwochenrhythmus) aller Mitarbeiter werden für Abstimmungsprozesse im gesamten Wohnheim genutzt. Längerfristige Themen, übergreifende Problemstellungen und weitreichende Entscheidungen sind Inhalte dieser Beratungen. Als gemeinschaftliches Gremium von Leitung und gewählten pädagogischen Fachkräften wurde der Pädagogische Rat installiert, der beratend Erziehern und Sportlern zu allen Fragen der Erziehung zur Verfügung steht. Seine Mitglieder stimmen sich zu wohnheimspezifischen Themen ab. Die elterlichen Interessen werden durch eine von ihnen gewählte Kommission vertreten. Ziel dieser Elternbeteiligung ist es, die Wünsche und Interessen zu bündeln und zu formulieren. Die Kommission sollte sich sinnvoller Weise aus Eltern aller einzelnen Etagen und Sportarten zusammensetzen, um die individuellen Belange zu berücksichtigen. Leitung und Kommission tauschen sich regelmäßig aus. Geeignete Inhalte können gemeinsam mit Mitgliedern des Pädagogischen Rats erörtert werden. Für Beschwerden und Anfragen der Schüler steht die Geschäftsführung der Luftschiffhafen Potsdam GmbH zur Verfügung. Wichtig für das Zusammenleben im Wohnheim sind die von den Schülern der Etagen gewählten Vertreter, die sich regelmäßig treffen (mindestens sechsmal jährlich), um Belange aus ihrer Sicht anzusprechen und Rat zu erhalten. Sie können sich zu allen Themen des Hauses äußern, nehmen damit Einfluss auf Aktivitäten und geben auch Hinweise zur Umsetzung der Hausordnung. Sie informieren ihre Mitbewohner über den Austausch mit der Leitung und geben Rückmeldung über besprochene Sachverhalte. Die Kommunikation der Leitung, der pädagogischen Fachkräfte und der Kinder und Jugendlichen mit dem Träger ist durch die räumliche Nähe jederzeit gewährleistet. Die Geschäftsführung der Luftschiffhafen Potsdam GmbH ist als Ansprechpartnerin allen Beteiligten bekannt. Regelmäßig wird die Geschäftsführung durch die Wohnheimleiterin über alle Vorgänge im Wohnheim informiert. Zu ausgewählten Themen nimmt sie an Dienstberatungen der Mitarbeiter und Sitzungen des Pädagogischen Rates sowie der Elternvertretung teil. Die Geschäftsführung nimmt alle grundsätzlichen Abstimmungen der Trägergesellschaft mit der Stadtverwaltung Potsdam in Wohnheimfragen wahr.

Aufnahmebedingungen

Aufnahmebedingungen

Schülerinnen und Schüler können nach erfolgreicher sportlicher Eignungsprüfung die Spezialschule Sport „Friedrich Ludwig Jahn“ in Potsdam besuchen. Wenn sich deren Wohnsitz nicht in der Stadt Potsdam befindet, kann die Stadt gemäß § 99 Abs. 2 Satz 3 BbgSchulG einen Wohnheimplatz zur Verfügung stellen. Das Wohnheim beherbergt Schüler ab der 7. bis zur 13. Klasse (13 – ca. 18 Jahre). Rechte und Pflichten sowie das Zusammenleben der Schüler werden durch den Mietvertrag und die Hausordnung geregelt.
Folgende Sportarten sind derzeit am Standort Sportpark Luftschiffhafen angesiedelt:

  • Handball (männl.)
  • Volleyball (weibl.)
  • Fußball (weibl.)
  • Triathlon
  • Rudern
  • Schwimmen
  • Kanu
  • Judo
  • Moderner Fünfkampf
  • Leichtathletik
  • Bob
  • Paralympisches Schwimmen

 

Kosten

Die Kosten im Haus der Athleten Potsdam richten sich nach der Entgeltordnung zur Erhebung von Gebühren des Wohnheims der Spezialschule Sport „Friedrich-Ludwig Jahn“ vom 08.04.2015.

Kosten für die Unterkunft:
40,- € pro Monat
zzgl. 10,- € pro Monat für individuellem WLAN Zugang auf dem gesamten Gelände des Sportparks Luftschiffhafen

Kosten für die Vollverpflegung (Dienstleistung durch Fa. Vielfalt Menü GmbH):
190,- € pro Monat

Die aktuelle Entgeltordnung der Landeshaupstadt Potsdam:

Verpflegung

Die Fa. Vielfalt Menü GmbH bietet in der Mensa eine sportgerechte Vollverpflegung von 06:00 Uhr bis 20:15 Uhr an. Neben einem reichhaltigen Frühstücks- und Abendbuffet können die Sportler im Mittagsangebot auf vier Wahlessen zurückgreifen. Ein großes Salatbuffet rundet das Angebot ab. Eine Küchenkommission bestehend aus Trainern, Lehrern, Erziehern, Eltern und Sportlern arbeitet regelmäßig an der Gestaltung des Speiseplanes mit. Grundlage ist u.a. der Einbezug professioneller Ernährungsberatung und Ergebnisse aus Gesundheitsuntersuchungen der Universität Potsdam.

Mensa AG der Sportschule Potsdam: HIER

Hausordnung
Wohnheim „Haus der Athleten“ der Spezialschule Sport „Friedrich Ludwig Jahn“ der Landeshauptstadt Potsdam, Zeppelinstr. 114, 14471 Potsdam
(Hinweis zur Verwendung des generischen Maskulinums in dieser Hausordnung: Es sind stets Personen männlichen und weiblichen Geschlechts gleichermaßen gemeint; aus Gründen der Vereinfachung wurde nur die männliche Form verwendet.)

 

Wohnheim „Haus der Athleten“ der Spezialschule Sport „Friedrich Ludwig Jahn“ der Landeshauptstadt Potsdam, Zeppelinstr. 114, 14471 Potsdam

Für ein harmonisches Zusammenleben sind Regeln unvermeidlich. Dafür wurde diese Hausordnung für das Wohnheim „Haus der Athleten“ - nachfolgend als Wohnheim bezeichnet - aufgestellt, die für jeden verbindlich ist.

Für die Nutzung eines Wohnheimplatzes in dieser Einrichtung sind folgende Regelungen maßgeblich:

  • die Entgeltordnung zur Erhebung von Gebühren des Wohnheimes der Spezialschule Sport „Friedrich Ludwig Jahn“ in Potsdam in der jeweils aktuell gültigen Fassung,
  • diese Hausordnung,
  • der Mietvertrag.

Im Interesse aller müssen folgende Punkte beachtet werden:

 § 1 Unterbringung

  1. Bei Erstanreise, zu Beginn der Nutzung des Zimmers, ist die Anwesenheit eines Personensorgeberechtigten erforderlich. Bei Bezug wird der Zustand des Zimmers protokolliert. Die Gestaltung des Zimmers ist mit dem Erzieher abzusprechen. Das Umstellen der Betten und Schränke ist nicht gestattet. Vor dem endgültigen Auszug erfolgt die Abnahme des Zimmers auf Grundlage des Protokolls.
  2. Bei Anwesenheit der Bewohner im Zimmer, sind diese unverschlossen zu halten. Beim Verlassen des Zimmers, sind die Türen zu verschließen, der Zimmerschlüssel ist mitzuführen. Die Wohneinheiten auf den Etagen sind zu jeder Zeit verschlossen zu halten. Der Schließmechanismus darf durch keinerlei Gegenstände blockiert werden. Die Fenster sind zu schließen bzw. im gekippten Zustand zu belassen. Der geschlossene Zustand der Fenster ist bei der Abreise zu gewährleisten.
  3. Das Bekleben von Einrichtungsgegenständen und Türen ist untersagt.
  4. Im Wohnheim ist das Benutzen von Skateboards, Inlinern, Rollern sowie Spezialsportschuhen mit Spikes, Stollen usw. nicht gestattet. Roller müssen, sofern möglich, außerhalb des Wohnheimes angeschlossen werden. Bewohner dürfen auf dem Gelände nur Fahrräder in die dafür vorgesehenen Fahrradständer oder im Fahrradkäfig abstellen, außer an den Stellplätzen direkt vor dem Wohnheim. Die Fahrräder müssen durch unsere Fahrradwerkstatt codiert werden. Die Gewährleistung der Betriebs- und Verkehrssicherheit des mitgebrachten Fahrrades obliegt dem Bewohner bzw. dessen Personensorgeberechtigten.
  5. In den Sommerferien sind die Zimmer entsprechend den Vorgaben der Wohnheimleitung, zu beräumen.
  6. An trainings- und wettkampffreien Wochenenden, Feiertagen oder Ferienzeiten sowie bei krankheitsbedingter Freistellung von Training und Schule treten die Bewohner grundsätzlich die Heimreise an. Die Heimreise ist sofort nach Eintreten eines der benannten Ereignisse anzutreten. Ausnahmeregelungen sind in Absprache mit der Wohnheimleitung möglich. Für die benannten Ereignisse sowie bei allen anderen denkbaren Auswärtsübernachtungen hat sich der Bewohner auf den Status „Auswärtsübernachtung“ am elektronischen Accesspoint zu loggen.

Für Übernachtungen außerhalb des Wohnheimes, außer bei Heimfahrten, kann sich der verantwortliche Erzieher bei minderjährigen Bewohnern im Voraus eine schriftliche Genehmigung von den Personensorgeberechtigten einholen. Pauschalgenehmigungen durch die Personensorgeberechtigten werden in Absprache mit dem verantwortlichen Erzieher akzeptiert.

  1. Die Anreise sollte frühestens am Tag vor dem nächstfolgenden Schul-, Wettkampf- oder Trainingstag ab 17:00 Uhr unter Einhaltung der jeweiligen Nachtruhe erfolgen.
  2. Die An- und Abreise liegt in der Verantwortung der Personensorgeberechtigten.
  3. Änderungen der persönlichen Stammdaten der Bewohner und der Personensorgeberechtigten müssen innerhalb von 14 Tagen schriftlich mitgeteilt werden.

§ 2 Ruhezeiten, Ausgangszeiten und Hausaufgabenzeiten

  1. Die Hausruhe ist von 21:00 Uhr bis 06:30 Uhr festgesetzt. Störungen durch die Bewohner sind zu vermeiden. Jeder Bewohner hat 30 Minuten vor der Nachtruhezeit auf der Etage zu sein.
  2. Die betreute Hausaufgabenzeit für die Bewohner der 7. und 8. Klasse ist von 19:00 Uhr bis 20:00 Uhr.
  3. Sofern die schulischen und aus der Wohnheimunterbringung resultierenden Verpflichtungen erfüllt sind, kann Ausgang gewährt werden. Dieser ist unter Berücksichtigung von schulischen und sportlichen Verpflichtungen des Folgetages zu gestalten.
  4. Die Ausgangszeiten sind wie folgt geregelt:
  • 7./8. Klasse bis 20:00 Uhr, einmal wöchentlich bis 20:30 Uhr
  • 9./10. Klasse bis 21:00 Uhr, einmal wöchentlich bis 21:30 Uhr
  • 11. Klasse bis 21:30 Uhr, einmal wöchentlich bis 22:00 Uhr und einmal wöchentlich bis 22:30 Uhr
  • 12./13., Klasse bis 22:00 Uhr, einmal wöchentlich bis 22:30 Uhr und einmal bis 23:00 Uhr
  • ab 18 Jahre bis 24:00 Uhr

 

Verlängerter Ausgang wird nur in Ausnahmefällen geduldet. Dieser muss im Voraus schriftlich beantragt und vom zuständigen Erzieher genehmigt werden. Bewohner, die in den Ausgang gehen, melden sich bei dem Erzieher mit Angabe des Zielortes ab. Bei Ankunft auf der Etage hat der Bewohner die Pflicht, sich wieder bei dem Erzieher anzumelden.

  1. Die Nachtruhe ist folgendermaßen geregelt:
  • 7. Klasse um 21:00 Uhr
  • 8. Klasse um 21:30 Uhr
  • 9. Klasse um 22:00 Uhr
  • 10.Klasse um 22:30 Uhr
  • 11./12./13. Klasse um 23:00 Uhr
  • ab 18 Jahre um 24:00 Uhr

Eine Verlängerung von 30 Minuten kann der verantwortliche Erzieher einmal wöchentlich gewähren.

§ 3 Besucherregelung

  1. Nach Anmeldung an der Rezeption können Bewohner an Schultagen ab 14:00 Uhr und an schulfreien Tagen ab 08:00 Uhr bis 30 Minuten vor der jeweiligen Nachtruhe, spätestens aber bis 22:00 Uhr Besuch empfangen.
  2. Besuche der Bewohner untereinander sind nach 22:30 Uhr auf den Zimmern bzw. in den Einheiten untersagt.
  3. Die Bewohner sind für die Einhaltung der Hausordnung ihrer Gäste verantwortlich. Besucher haben an der Rezeption ein Dokument mit Lichtbild oder eine entsprechende Kopie für den Zeitraum des Besuches zu hinterlegen. Sie erhalten im Tausch eine Besucherkarte, die sichtbar zu tragen ist.

§ 4 Rücksichts- und verantwortungsvolles Verhalten

  1. Jeder Bewohner hat auf die Belange der anderen Bewohner Rücksicht zu nehmen, den Anordnungen der Erzieher und der Wohnheimleitung Folge zu leisten und die zur Verfügung gestellten Räumlichkeiten, die Einrichtungsgegenstände sowie die Außenanlagen pfleglich zu behandeln.
  2. Die Wohnräume und das Außengelände sind in einem ordentlichen Zustand zu halten.
  3. Eine gründliche Reinigung des jeweiligen Zimmers des Bewohners sowie des Flurs anteilig ist kontinuierlich, mindestens einmal pro Woche von den Bewohnern durchzuführen. Reinigungsmittel sind entsprechend der Einweisung der Erzieher zu nutzen. Jeder Bewohner ist verpflichtet, die Ablagen über und neben den Waschbecken, die Dusche sowie den Fußboden im Bad bzw. vor dem Reinigungstag der Reinigungsfirma zu beräumen.
  4. Durch den verantwortlichen Erzieher erfolgen täglich Zimmerdurchgänge. Schrankkontrollen sind im Beisein der Bewohner durchzuführen.
  5. Die Bewohner werden zur Beseitigung von selbst verursachten Verschmutzungen herangezogen.
  6. Während der Nachtruhe sind alle elektrischen Geräte (ausgenommen sind Ladestationen und Wecker) auszuschalten.
  7. Bei Nutzung des Internets wird von jedem Benutzer das Urheberrecht und die Persönlichkeitsrechte anderer beachtet. Sollte die Luftschiffhafen Potsdam GmbH auf Grund von Urheberrechts- oder Persönlichkeitsrechtsverletzungen in Anspruch genommen werden, haftet der Benutzer für den entstandenen Schaden.
  8. Diebstahl im Wohnheim wird als Verstoß gegen die Hausordnung mindestens mit einer schriftlichen Abmahnung geahndet.
  9. Die Bewohner sind sich der besonderen Rolle eines Sportschülers bewusst und achten auf ihre Außenwirkung.

Rufschädigendes Verhalten (z.B. strafbare Handlungen auch außerhalb des Wohnheimes, nicht alters- und entwicklungsgerechter Alkoholkonsum) wird durch die Wohnheimleitung geahndet. 

§ 5 Rauch- und drogenfreies Wohnen

Die folgenden Regelungen gelten sowohl im gesamten Wohnheimbereich, als auch bei betreuten Veranstaltungen außerhalb des Wohnheimes.

  1. Es gilt ein generelles Rauchverbot.
  2. Alkohol, Drogen, Zigaretten und Wasserpfeifen sind generell verboten (Besitz, Lagerung einschl. Leergut und Konsum). Verstöße gegen das Verbot können gemäß § 2 Abs. 2 b) Mietvertrag zur fristlosen Kündigung des Mietvertrages führen.
  3. Der Besitz von Drogen gemäß Betäubungsmittelgesetz im Wohnheim oder im öffentlichen Raum bzw. deren Einnahme und Weitergabe dort führen zur fristlosen Kündigung.
  4. Bei Verdacht des Missbrauchs von legalen/illegalen Drogen durch Bewohner werden die Personensorgeberechtigten informiert und die Abholung des Bewohners veranlasst. Außerdem behalten sich die Wohnheimleitung bzw. die diensthabenden Erzieher vor, den medizinischen Rettungsdienst zu verständigen und eine Abholung zu veranlassen.

§ 6 Verbot gewaltverherrlichenden und gefährlichen Verhaltens

Die folgenden Regelungen gelten sowohl im gesamten Wohnheimbereich, als auch bei betreuten Veranstaltungen außerhalb des Wohnheimes.

  1. Es ist untersagt, volksverhetzendes sowie gewaltverherrlichendes Material (z. B. Tonträger, Filme, Lektüren, Plakate, Symbole, Computerspiele usw.) zu besitzen und/oder in jeglicher Form zu verbreiten. Materialien pornografischen Inhalts sind ebenso verboten, wie das Tragen und Verbreiten verfassungsfeindlicher Symbole.
  2. Der Besitz und das Mitführen von Waffen und waffenähnlichen Gegenständen aller Art sind verboten.
  3. Videos, Filme, Tonträger und Computerspiele müssen der Altersfreigabe entsprechen. Andernfalls werden sie sichergestellt und den Personensorgeberechtigten übergeben. Für die Überprüfung der Inhalte aller Speichermedien tragen die Personensorgeberechtigten die Verantwortung.
  4. Es ist nicht gestattet, andere Personen ohne deren Einwilligung zu fotografieren, zu filmen oder Tonaufnahmen von ihnen zu machen.
  5. Es ist verboten, Gegenstände jeglicher Art aus dem Gebäude zu werfen. Dies wird mindestens mit einer schriftlichen Abmahnung geahndet.
  6. Es ist verboten, aus den Fenstern zu klettern, auf den äußeren und inneren Fensterbrettern zu sitzen oder sich aus den Fenstern hinauszulehnen. Es dürfen keine Gegenstände auf den äußeren Fensterbrettern gelagert werden.
  7. Die Androhung bzw. Ausübung von Bedrohungen jeglicher Art, psychischer und körperlicher Gewalt sowie Mobbing und Cybermobbing sind untersagt.
  8. Das Baden in Gewässern ist nur an öffentlichen Badestellen (mit Rettungsschwimmer) gestattet. Das Betreten von zugefrorenen Gewässern (einschl. Eislaufen u. ä.) ist untersagt.
  9. Offenes Licht (z. B. Kerzen) ist in allen Bereichen des Wohnheimes untersagt.
  10. Grillen ist für Bewohner auf dem Gelände des Sportparks nur organisiert und mit Genehmigung durch den verantwortlichen Erzieher möglich. Für individuelles Grillen wird auf öffentliche Plätze verwiesen.

§ 7 Nutzung elektrischer Geräte

  1. Die Sicherstellung und Überwachung aller elektrischen Geräte und Anlagen ist eine Unternehmerpflicht, die in der Betriebssicherheitsverordnung, der DGUV-Vorschrift 3 und in der DIN VDE Normen 0701-0702 geregelt ist. Um dies zu gewährleisten, muss sichergestellt sein, dass auch alle privaten ortsveränderlichen elektrischen Geräte nur mit einer gültigen Prüfplakette betrieben werden. Die Prüfplakette ist mindestens alle zwei Jahre zu erneuern. Die Verpflichtung trifft den Bewohner bzw. dessen Sorgeberechtigten. Die DGVU-V3-Plakette soll die Aufschrift „Nächste Prüfung am …“ enthalten. Das Prüfprotokoll ist zur weiteren Verwendung durch die Wohnheimleitung bzw. die verantwortliche Elektrofachkraft vorzulegen.
  2. Zugelassene elektrische Kleingeräte des persönlichen hygienischen Bedarfs bzw. elektrische Geräte zur Ausgestaltung der Wohneinheiten sind bei dem zuständigen Erzieher zu erfragen. Hitzeentwickelnde Haushaltsgeräte, wie z. B. Toaster, Wasserkocher, Kaffeemaschinen, Eierkocher usw. sind in den Wohneinheiten nicht gestattet.
  3. Den Bewohnern des Hochhauses ist es erlaubt, in den Etagenküchen eigene elektrische Küchengeräte zur Zubereitung von Lebensmitteln (z.B. Toaster, Sandwichmaker) zu benutzen. Die Benutzung erfolgt unter Aufsicht der pädagogischen Fachkraft der Etage. Die Geräte werden durch die pädagogische Fachkraft herausgegeben und nach erfolgter Benutzung wieder verwahrt.
  4. Die Nutzung der Computer der pädagogischen Fachkräfte in den Büroräumen ist den Bewohnern untersagt.

§ 8 Verstöße gegen die Hausordnung

  1. Die Wohnheimleitung übt das Hausrecht aus.
  2. Verstößt ein Bewohner gegen die in der Hausordnung festgelegten Regelungen, können die Wohnheimleitung und der verantwortliche Erzieher in Ausübung ihres erzieherischen Ermessens Maßnahmen treffen.

Dabei können verschiedene Sanktionen angewendet werden. Möglich sind mündliche bzw. schriftliche Missbilligungen und Abmahnungen, die je nach Schwere des Vorfalls mit oder ohne Zeitbegrenzung ausgesprochen werden können. Sollte es erforderlich sein, kann auch ein befristetes Hausverbot oder eine Kündigung erteilt werden.

  1. Bei begründetem Verdacht auf Zuwiderhandlung gegen diese Hausordnung, werden von jeweils zwei Erziehern des Wohnheimes in Anwesenheit des Bewohners Zimmer- bzw. Schrankkontrollen durchgeführt. Bei Gefahr im Verzug sind auch Kontrollen ohne Anwesenheit der Bewohner gestattet.

§ 9 Verpflegungsleistungen

  1. Die Vollverpflegung wird durch den Betreiber der Mensa bereitgestellt. Die Bewohner sind laut Mietvertrag verpflichtet, die Vollverpflegung in Anspruch zu nehmen.
  2. Die Nutzung der Küche im Erdgeschoss des Wohnheimes durch die Bewohner ist täglich ab 16:00 Uhr bis 22:00 Uhr möglich. An den Wochenenden sowie an schulfreien Tagen kann die Küche bereits ab 14.00 Uhr genutzt werden. Abweichungen hiervon sind in Absprache mit den diensthabenden Erziehern möglich.
    Die Nutzung der Küche des Wohnheimes ist den Bewohnern nur nach Anmeldung an der Rezeption und unter Aufsicht einer pädagogischen Fachkraft gestattet. Der Umfang der Beaufsichtigung richtet sich nach den jeweiligen Fähigkeiten und Fertigkeiten der Schüler im Umgang mit Küchengeräten und Lebensmitteln.
  3. Das Betreten der Mensa in durchschwitzter und unsauberer Trainingsbekleidung, sowie das Tragen von Kopfbedeckungen (ausgenommen sind religiöse oder medizinische Beweggründe) sind nicht gestattet. Sollten Bewohner der Einhaltung der Regel nicht nachkommen, werden sie der Mensa verwiesen.
  4. Für die Lagerung von verderblichen Lebensmitteln sind die Kühlschränke auf den Etagen zu nutzen.

§ 10 Haftung

  1. Mutwillige Zerstörungen und Verschmutzungen werden disziplinarisch geahndet (siehe § 8) und verpflichten zum Schadensersatz.
  2. Für alle von ihnen verursachten Schäden haften die Bewohner und haben sofortigen Ersatz in Höhe der Reparatur- und Anschaffungskosten zu leisten.
  3. Für die sichere Aufbewahrung von Geld- und Wertgegenständen sind die Bewohner selbst verantwortlich. Für abhanden gekommenes Geld und Wertsachen wird von Seiten des Wohnheimes keine Haftung übernommen.
  4. Die ausgegebenen Schlüssel sind Bestandteil einer Schließanlage. Der Verlust von Schlüsseln, der personengebundenen Chipkarte/Transponder und deren Beschädigung ist dem Erzieher umgehend mitzuteilen. Die Kosten für Ersatzbeschaffung bzw. Neuanfertigung einer Chipkarte/Transponder bzw. eines Schlüssels sowie die notwendigen Folgekosten werden vom Mieter getragen. Die Kosten der Ersatzbeschaffung bzw. Neuanfertigung einer Chipkarte/Transponder belaufen sich z. Z. auf 25,00 €.

 

§ 11 Technische Kontrollen

Zur Überprüfung der Einhaltung der Sicherheitsbestimmungen ist das Personal des Wohnheimes berechtigt, in allen Räumen, auch in Abwesenheit der Bewohner, technische Kontrollen durchzuführen.

§ 12 Inkrafttreten

Die Hausordnung des Wohnheimes Spezialschule Sport „Friedrich Ludwig Jahn“ tritt zum 01.07.2021 in Kraft.

Gleichzeitig tritt die Hausordnung vom 12.06.2020 außer Kraft.

 


Lage

Haupthaus Wohneinheit

Haupthaus Wohneinheit

Haupthaus Wohneinheit

Haupthaus Wohneinheit Gemeinschaftsbereich

Haupthaus Wohneinheit Gemeinschaftsbereich

Hochhaus Wohneinheit

Hochhaus Gemeinschaftsbereich

Hochhaus Gemeinschaftsbereich

Hochhaus Wohneinheit

Hochhaus Wohneinheit

Hochhaus Wohneinheit

Hochhaus Wohneinheit

Haus der Athleten

Sportpark Luftschiffhafen

© Luftschiffhafen Potsdam GmbH | 2021